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Erfahrungsbericht Multifokallinsen Anpassung

Alles zu formstabilen, "harten" Kontaktlinsen

Moderatoren: racko, Stephan, Orchidee, SehFee

Re: Erfahrungsbericht Multifokallinsen Anpassung

Beitragvon racko » 20. Jan 2018, 12:43

Hallo Iris,

ich denke, daß ein Teil Deiner Probleme und Schwierigkeiten auf die 'minderwertigen' Probelinsen zurückzuführen sind. Bei manchen KL-Firmen sind schon die Probelinsen perfekt. Es kommt immer auf die Methode des Anpassers an und auf die Situation beim Kunden. Jedes Auge ist ein Individuum.

Wie schon erwähnt, spielt die Beleuchtung eine große Rolle. Wird aber mit der Zeit auch besser bei Gewöhnung.

lg, racko
Manchmal kann man nichts machen, außer weiter.
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Re: Erfahrungsbericht Multifokallinsen Anpassung

Beitragvon EyeSee » 20. Jan 2018, 17:36

Hallo racko,
vielen Dank für deine Einschätzung!
Aus was für einem Material die Linsen sind, weiß ich nicht.
Es ist auf jeden Fall faszinierend, wie viele Parameter es für die Multifokallinsen gibt.
Bei den "fertigen" Linsen gibt es ja eine Vielzahl an Materialien. Und bei diesen Linsen kann man anscheinend noch wählen, ob die Nähe in der Mitte und die Ferne außen ist oder umgekehrt und die Größe dieser Zonen. Wenn ich überlege und versuche, mir vorzustellen, was in welchem Fall gut oder weniger gut wäre, kriege ich schon Kopfschmerzen ;o)
Bei den Hecht war die Ferne in der Mitte und die Nähe außen. Theoretisch würde das heißen, dass man in hellem Licht sehr gut in der Nähe schauen kann (wenn die Pupille klein ist).
Wenn nun die Ferne innen ist, und man helles Licht hat, und die Pupille klein ist, sieht man dann nicht gut in der Nähe?
Ich versteh's nicht.

Vielleicht sollte ich nicht soviel lesen und einfach mehr Geduld haben und abwarten ;o) (siehe deine Signatur).

Liebe Grüße
Iris
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Re: Erfahrungsbericht Multifokallinsen Anpassung

Beitragvon racko » 21. Jan 2018, 17:58

Hallo Iris,

multifokale Linsen sind eine komplexe Angelegenheit, für Laien unübersichtlich. Bei den Probelinsen wird die Verträglichkeit des Linsenmaterials getestet so wie sämtliche Parameter. Es wäre ein Zufall, wenn gleich alles stimmen würde. Bei der 1. Anpassung ist eben noch fast nichts bekannt außer den fast genauen Dioptrien und der Augenhornhaut-Oberfläche, das wird heute ja alles mit dem digitalen Keratographen vermessen.
Wie der Kopf bzw. das Gehirn die winzigen Zonen in/auf der Kontaktlinse dann verarbeitet, ist ein anderes Kapitel. Auf jeden Fall ist eine Umstellung und neue Gewöhnung fällig, Geht einige Wochen und ist aber 'rentabel'! Wenn die Linsen richtig passen mit allen Kleinigkeiten, ist der Feind geschlagen und die Daten im Datenspeicher des Optikers. Nachbestellungen innerhalb weniger Tage möglich.

Das mit den Überschneidungen der Pupillengröße mit den Zonen der multifokalen Linse/n ist eine spezielle Angelegenheit, am besten vom Anpasser selbst zu beantworten. Ist sehr oft individuell.
Dieses Phänomen wird aber meistens vom Linsenträger im Laufe der kurzen Angewöhnung dann mal nicht mehr so stark störend empfunden - man vergisst es.

lg, racko
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Re: Erfahrungsbericht Multifokallinsen Anpassung

Beitragvon EyeSee » 21. Jan 2018, 19:54

Hallo racko,
ich mache auf jeden Fall weiter ;o)
Und versuche, nicht so viel darüber nachzudenken, sondern einfach zu schauen.
Liebe Grüße
Iris
EyeSee
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Re: Erfahrungsbericht Multifokallinsen Anpassung

Beitragvon Stephan » 21. Jan 2018, 21:38

Eyesee hat geschrieben:Bei den Hecht war die Ferne in der Mitte und die Nähe außen. Theoretisch würde das heißen, dass man in hellem Licht sehr gut in der Nähe schauen kann (wenn die Pupille klein ist).
Wenn nun die Ferne innen ist, und man helles Licht hat, und die Pupille klein ist, sieht man dann nicht gut in der Nähe?

Hallo Iris,

es gibt auch die Variante mit unterschiedlichen Linsen. Eine mit Ferne in der Mitte und eine mit Nähe in der Mitte. Da ist man für alle Eventualitäten gerüstet. Zwar nicht immer 100% optimal, aber auch nie völlig schlecht. Nur mal als Tipp, falls es mit der Sehstärke einfach nicht klappen will.

Viele Grüße, Stephan
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Re: Erfahrungsbericht Multifokallinsen Anpassung

Beitragvon EyeSee » 22. Jan 2018, 08:35

Hallo Stephan,
Ich glaube, es ist tatsächlich so eine Kombination. Ich kann es nicht erklären, die Optik ist einfach noch ganz ungewohnt. Ich merke allerdings täglich, dass sich etwas ändert. Es ist heute morgen nicht mehr ganz so anstrengend, Gesichter in der U-Bahn scharfstellen.
Ich berichte weiter...
Liebe Grüße
Iris
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Re: Erfahrungsbericht Multifokallinsen Anpassung

Beitragvon Stephan » 23. Jan 2018, 00:43

Hallo Iris,

gut Ding braucht Weile. Bei einigen dauert es ein wenig länger, bei anderen halt nicht. Ich finde auf jeden Fall, dass sich Geduld lohnt.

Viele Grüße, Stephan
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Re: Erfahrungsbericht Multifokallinsen Anpassung

Beitragvon EyeSee » 24. Jan 2018, 20:05

Heute war mein Kontrolltermin.
Ich bin sehr erstaunt, wie viel ich beim Sehtest in der Ferne lesen konnte - viel besser als mein "gefühltes" Sehen. Daher habe ich Hoffnung, dass sich durch Gewöhnung noch vieles bessert.
Der Wert für die Ferne wird für die nächste Linse geringfügig erhöht.
Ansonsten sind sowohl Ferne als auch Nähe wohl erstaunlich gut.
Addition ist 2,25 auf beiden Augen,
Rechts bin ich kurzsichtig, - 0,75
Links bin ich weitsichtig, hier weiß ich nicht genau welcher Wert jetzt gemessen wurde, vorher so + 1,00
und auf beiden Augen Hornhautverkrümmung.

Die Linsen sind Galifa Modula L Fluavis - "die gesunde Komfortlinse für entspanntes Sehen"
Ich will hier keinesfalls Werbung machen - falls keine Marken genannt werden sollen - liebe Admins - bitte einfach löschen.
Meine Linsen sitzen wirklich angenehm und bewegen sich gut im Auge und so hat der Anpasser das auch bestätigt nach der Untersuchung - die Größe, Tränenunterspülung und BC und so sind ideal.
Angepasst wird noch das Material, damit Ablagerungen noch weniger "Chancen" haben.

Es ist merkwürdig - jetzt wo ich gesehen habe, wie gut ich sehe, kann ich viel besser sehen ;o)
Vielleicht brauchte das Hirn einen Schubs um es zu verstehen.

Allerdings - im Dunklen, besonders wenn ich aus dem Hellen komme, sehe ich immer noch schlecht. Besonders abends auf einer belebten Straße.
Was mich besonders stört, sind diese Lichtkränze um Lichter in der Dunkelheit. Das muss ich jetzt beobachten.
In der neu bestellten Linse ist eine Zone verändert, das kann helfen, kann aber auch das Sehen in der Nähe wieder schlechter machen. Ich bin gespannt.
Wenn sich das allerdings gar nicht ändert, dann ist das für mich vielleicht doch ein ko-Kriterium für diese Linsen.
Sie tragen sich aber weitaus besser als die, die ich vorher probiert habe.
EyeSee
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Re: Erfahrungsbericht Multifokallinsen Anpassung

Beitragvon racko » 24. Jan 2018, 22:38

Hallo Iris,

sieht doch gut aus - trotz den Probelinsen! Es wird nur noch besser werden mit den nächsten Linsen.

EyeSee hat geschrieben:Die Linsen sind Galifa Modula L Fluavis - "die gesunde Komfortlinse für entspanntes Sehen"

Werbung ist das nicht, denn sie passen 'nur' bei Dir gerade. Ein anderer Kunde braucht oder verträgt Linsen von der anderen Firma.

EyeSee hat geschrieben:Es ist merkwürdig - jetzt wo ich gesehen habe, wie gut ich sehe, kann ich viel besser sehen ;o)
Vielleicht brauchte das Hirn einen Schubs um es zu verstehen.

Tja, der Glaube ist sehr wichtig - dann ist man leichter überzeugt! :wink:

EyeSee hat geschrieben:Allerdings - im Dunklen, besonders wenn ich aus dem Hellen komme, sehe ich immer noch schlecht. Besonders abends auf einer belebten Straße.

Mit dem zunehmenden Alter ( :cry: ) lässt auch die Akkommodation der Augen nach ... Sie können nicht mehr so schnell von Hell zu Dunkel 'umschalten'.

EyeSee hat geschrieben:Was mich besonders stört, sind diese Lichtkränze um Lichter in der Dunkelheit.

Das kann von den Probelinsen sein. Dürfte bei den 'Final-Linsen' weg sein.

lg, racko
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Re: Erfahrungsbericht Multifokallinsen Anpassung

Beitragvon EyeSee » 4. Feb 2018, 12:01

Hier mal wieder ein Update von mir.
Seit zwei Tagen habe ich die neuen Linsen. Die Sicht in der Ferne ist viel besser geworden und die Sicht in der Nähe ist auch gut.
Die strahlenden Blendeffekte um Lichtquellen sind noch da - vielleicht ein wenig anders als vorher. Das muss ich weiter beobachten.
Die ersten Linsen saßen wohl ein wenig zu hoch, und nun könnte das besser gehen mit einem anderen Material.
Ich merke diese Linsen stärker - aber vielleicht ist das Gewöhnungssache.
Auf jeden Fall muss ich bewusst Blinzeln, sonst merke ich sie noch mehr. Es ist, als ob ich nicht so leicht über die Linse blinzeln kann, besonders rechts. Als ob ich intuitiv jetzt nur so dreiviertel blinzele, weil das Lid den Widerstand nicht mag. Ich glaube, die neuen sind ein klein wenig dicker.

Geduld muss man haben, das hab ich verstanden. Leider bin ich kein sehr geduldiger Mensch ;o)
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Re: Erfahrungsbericht Multifokallinsen Anpassung

Beitragvon EyeSee » 4. Feb 2018, 12:30

...nochmal beide Linsen abgespült und benetzt - jetzt blinzelt es sich gleich angenehmer, mal sehen, wie lange....
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Re: Erfahrungsbericht Multifokallinsen Anpassung

Beitragvon EyeSee » 10. Feb 2018, 11:26

Ich bin ein bisschen geknickt :(

Habe die Linsen (die zweiten vom neuen Anpasser) jetzt seit einer Woche - und kann sie einfach nicht gut tragen.
Das Tragegefühl war gleich unangenehmer als mit den ersten Probelinsen. Mit denen war die Sicht teils neblig, aber die Linsen fühlten sich im Auge wunderbar fließend an.
Mit den neuen ist die Sicht besser, aber schon anfangs hatte ich das Gefühl, ich kann nicht so einfach drüberblinzeln.
Das hat sich in der Woche weiter entwickelt - Augen gereizt, Bindehaut rot. Dauernd abspülen. Oder zusätzlich tropfen - aber das hat nichts gebracht.
Die LInsen haben dieselbe Geometrie wie die ersten, nur das Material ist ein anderes (Boston EO glaube ich).

Ich habe mit meinem Anpasser gesprochen und nun lege ich eine Tragepause ein - er vermutet, dass die Augen trocken sind und deshalb Schwierigkeiten machen.
Dabei trinke ich wie ein Pferd und nehme regelmäßig Omega 3 Kapseln - noch vor kurzem war die Tränenqualität sehr gut.
Es ist allerdings gerade sehr kalt bei uns - draußen seit Tagen Minusgrade, das könnte eine Ursache für veränderte Tränen sein.
Habt ihr bei Kälte auch Probleme?
Ich habe zusätzlich noch einen Luftbefeuchter, der ordentlich Dampf macht, allerdings nur zuhause, nicht im Büro. Und klar, draußen ist die Luft trocken, bei der Kälte.
Ich wüsste nicht, was ich noch mehr machen könnte um die Tränenqualität zu verbessern.

Nun trage ich also für zwei Tage ungeliebte Brille, Kontrolltermin ist nächste Woche.

Kann das unangenehme Tragegefühl denn auch am Material liegen? Mein Anpasser scheint dies nicht in Betracht zu ziehen. Die Verschlechterung hat sich aber genau mit den anderen Linsen eingestellt - und meine Augen fühlen sich eigentlich nicht trocken an.
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Re: Erfahrungsbericht Multifokallinsen Anpassung

Beitragvon EyeSee » 10. Feb 2018, 11:29

Boston EO glaube ich -

oder Boston ES
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Re: Erfahrungsbericht Multifokallinsen Anpassung

Beitragvon racko » 10. Feb 2018, 13:03

Hallo Iris,

EyeSee hat geschrieben:Es ist allerdings gerade sehr kalt bei uns - draußen seit Tagen Minusgrade, das könnte eine Ursache für veränderte Tränen sein.


Möglich wäre es schon. Die Augen fühlen sich dann auch 'trockener' an. Andere Tropfen nützen auch nicht?

Beim Einsetzen der Linsen morgens immer die Linsen mit Kochsalzlösung gut befeuchten, bringt viel.
Dann sind auch die Chemiereste von der Aufbewahrung entfernt.

Evtl. kann/könnte es auch noch an einem Pflegemittel liegen. Das Linsenmaterial ist auch nicht immer gut verträglich. Das müsste der Anpasser auch testen können - wenn er nicht gewillt ist, dann ...

Manchmal wird vom Hersteller auch das Linsenmaterial vermeintlich auf den neuesten Stand gebracht.

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Re: Erfahrungsbericht Multifokallinsen Anpassung

Beitragvon Stephan » 10. Feb 2018, 15:46

Hallo Iris,

ich blicke ja schon auf über 30 Jahre formstabile Linsen zurück. Und fast jedes Jahr im Winter, wenn die Luft sehr trocken und kalt ist, nimmt der Tragekomfort ab. Nicht so viel, dass ich die Linsen nicht mehr tragen möchte, aber spürbar. Das war bei mir unabhängig vom Linsenmaterial bei allen Kontaktlinsen der Fall.

Viele Grüße, Stephan
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