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Anpasserwechsel nach 30 Jahren

Alles zu formstabilen, "harten" Kontaktlinsen

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Anpasserwechsel nach 30 Jahren

Beitragvon Orchidee » 25. Mai 2017, 08:35

Hallo Leute !

heute mal so eine Art Mini-Blog von mir über meinen Anpasserwechsel, Auswahl eines neuen Anpassers und meine Erfahrungen damit.

als Teenager (vor 30 Jahren) habe ich mir meine erste Brille bei einem Optiker nahe meinem damaligen Wohnort machen lassen, dann die ersten LInsen vom Chef persönlich anpassen lassen; der hat sich nach ein paar Jahren aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen und dann kam ein Anpasser, dem ich bis vor kurzem treu geblieben bin (trotz Umzug und einer Anfahrtszeit von einer Stunde), der sich immer mit viel Geduld und Fachkenntnis um mich gekümmert hat und der dann nach einem Besitzerwechsel leider selbst gekündigt hat. Ich war richtig traurig. Aber jetzt, wo der Kontrolltermin überfällig war und die alten LInsen schon sehr zerkratzt waren, musste ich mich endlich um Ersatz kümmern.

Nahe meinem jetzigen Wohnort gibt es zwei Optiker, beide habe ich schonmal "angetestet" und mir dort meine Pflegemittel (Boston) besorgt... bzw. besorgen wollen - im ersten Geschäft bekam ich die lapidare Auskunft "haben wir nicht" und im zweiten hatten sie es auch nicht, ABER in jenem zweiten Geschäft war man außerordentlich bemüht: "das hab ich nicht da, aber ich bestelle es für Sie, es sollte in 2 Tagen da sein, wenn Sie mir Ihre Nummer geben, ruf ich Sie an wenn es da ist." Ihr könnt Euch also vorstellen, wohin ich mich wegen meiner Neuanpassung gewendet habe - richtig ins zweite Geschäft. :mrgreen:

Dort passt der Chef selbst an, hat sich für den Ersttermin eine dreiviertel Stunde Zeit genommen, mich ausgiebig befragt über Gesundheit, Job etc, meine Augen und die alten Linsen vermessen und neue Linsen bestellt, die ich wenige Tage später bei einem neuen Termin einsetzen durfte.

Für die neuen Linsen brauchte ich ein paar Tage Eingewöhnung, leider kam immer wieder "Nebelsehen" und ich musste 3 Mal täglich reinigen, aber ansonsten war die Sicht sehr super. Beim Kontrolltermin am letzten Montag wurde mir erklärt, dass bei den neuen Linsen die Zone, wo ich scharf sehen kann grösser ist als bei den alten (deswegen das tolle Seherlebnis) und ich bekomme neue Linsen mit den gleichen Abmessungen aus einem anderen Material, das sich besser mit meiner Tränenflüssigkeit verträgt. Die bekomme ich wahrscheinlich am Samstag; mittlerweile geht´s mir auch mit den ersten neuen Linsen besser, die Eingewöhnung hat also tatsächlich rund 10 Tage gedauert. Außerdem hab ich das Gefühl, ich hab die Augen mehr offen und nicht mehr den Schlafzimmerblick, den ich früher immer hatte. Und allmählich spür ich sie auch kaum mehr - so wie es sein sollte.

Ich bin also richtig happy und hab wieder den vollen Durchblick :wink: wünsch Euch allen einen schönen Tag und allzeit gute Sicht !
lg, orchidee
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Re: Anpasserwechsel nach 30 Jahren

Beitragvon Stephan » 25. Mai 2017, 23:03

Hallo Orchidee,

vielen Dank für diesen Bericht. Und natürlich toi, toi, toi, dass die neuen Linsen die Richtigen sind!
Äh... wie drücke ich es jetzt aus, ohne ungalant zu sein? Als Teenie bekamst du deine ersten Linsen und das ist vor 30 Jahren gewesen... :roll: Da die meisten Menschen mit Mitte Vierzig zu kurze Arme bekommen, bin ich erstaunt, dass du noch mit monofokalen Linsen auskommst. Oder werden es doch multifokale?

Ja, ich weiß: Ich bin neugierig! :mrgreen:

Viele Grüße, Stephan
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Re: Anpasserwechsel nach 30 Jahren

Beitragvon Orchidee » 26. Mai 2017, 06:55

Hallo Stephan,

es sind ganz normale monofokale Linsen. Ich weiss garnicht, ob ich mir das mit den mulitfokalen "antun" soll, wenn es denn mal so weit ist mit den kurzen Armen :wink: leidet ja doch irgendwie die Fernsicht drunter, oder ?

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Re: Anpasserwechsel nach 30 Jahren

Beitragvon Heiko_do7 » 26. Mai 2017, 12:10

Orchidee hat geschrieben:Hallo Stephan,

es sind ganz normale monofokale Linsen. Ich weiss garnicht, ob ich mir das mit den mulitfokalen "antun" soll, wenn es denn mal so weit ist mit den kurzen Armen :wink: leidet ja doch irgendwie die Fernsicht drunter, oder ?

lg, Orchidee


Seit letzten Dezember habe ich Multifokale Linsen, diese wurde in der Sehstärke nochmals angepasst und seitdem habe ich keine Probleme damit. Die Fernsicht leidet nicht darunter, geht alles damit, Fernsicht, lesen, TV gucken, Computer.
Auch Nachts Autofahren geht ohne störende Halos, also ich bereue diesen Weg nicht.
Man muss den Augen (und dem Gehirn) allerdings ein wenig Zeit lassen, es ist eher eine schleichende Anpassung, der "Wow-Effekt" bleibt aus, es dauert mehrere Tage bzw. Wochen bis man merkt das man plötzlich Kleingeschriebenes gut lesen kann, allerdings brauche ich dazu eine gute Beleuchtung.
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Re: Anpasserwechsel nach 30 Jahren

Beitragvon racko » 26. Mai 2017, 17:43

Hallo Orchidee!

Danke daß Du von Deinem Anpasser + Linsenwechsel berichtet hast. Ist ja immer eine individuelle Geschichte bei jedem Einzelnen. Das Glück dabei, ist oft auch ein Abenteuer.
Gratuliere zum neuen Linsenglück! :)

Orchidee hat geschrieben:Und allmählich spür ich sie auch kaum mehr - so wie es sein sollte.

Orchidee hat geschrieben:Ich bin also richtig happy und hab wieder den vollen Durchblick :wink:


Wenn Du noch gar keine 'lange Arme' brauchst zum Lesen, ist auch eine beneidenswerte Annehmlichkeit.

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Re: Anpasserwechsel nach 30 Jahren

Beitragvon Stephan » 26. Mai 2017, 23:34

Hallo Orchidee!

Danke, dass du meine Neugier befriedigt hast! :lol:
Wie Heiko schon geschrieben hat, leidet die Fernsicht nicht. Was man einfach wissen muss: Das Sehen ist anders als früher zu monofokalen Zeiten. Aber das ist es für den Normalsichtigen, der auf einmal eine Lesehilfe braucht, auch. Und auf jeden Fall ist eine gut angepasste multifokale Linse ein Komfortgewinn gegenüber einer (ebenfalls gut angepassten) monofokalen Linse in Verbindung mit einer zusätzlichen Lesebrille.
Möge sich die Verkürzung deiner Arme noch ein paar Jahre Zeit lassen! Und falls nicht, ist es gut zu wissen, dass das Leben auch dann noch Durchblick bietet. :D

Viele Grüße, Stephan
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Re: Anpasserwechsel nach 30 Jahren

Beitragvon Orchidee » 27. Mai 2017, 11:24

racko hat geschrieben:Danke daß Du von Deinem Anpasser + Linsenwechsel berichtet hast. Ist ja immer eine individuelle Geschichte bei jedem Einzelnen.

Ja gerne, ich hab auch irgendwie ein Mitteilungsbedürfnis und Nicht-Linsenträger können das garnicht nachvollziehen, dass das für mich eine wesentliche Umstellung ist und auch mit ein bisschen Hoffen und Bangen verbunden ist.

Heiko_do7 hat geschrieben:Die Fernsicht leidet nicht darunte

Echt nicht ? Irgendwie kann ich mir das nicht recht vorstellen, vor allem wenn man schon müde ist. Aber danke für das Erzählen Deiner Erfahrungen !

Heiko_do7 hat geschrieben:Auch Nachts Autofahren geht ohne störende Halos,

DAS wäre ein ganz wichtiger Punkt für mich, da ich im Winter nicht ohne Nachtfahrten auskomme. Gut zu wissen !

Noch eine kleine Erzählung am Rande: Heute hab ich meine zweiten neuen Linsen geholt (anderes Material und geringfügig "flacher", damit sie besser umspült werden) und die Angestellte war erstaunt, dass ich ohne Linsen im Auge und ohne Brille ins Geschäft kam. (Anmerkung: mein Lebensgefährte hat mich mit dem Auto in die Nähe geführt, die restlichen 150m bin ich alleine gegangen) Ich habe ihr erzählt, dass ich in meiner Siedlung problemlos ohne Sehhilfen spazieren gehe (was mich eigentlich selbst immer wieder erstaunt) und sie hat gemeint, es wäre gut, dass ich nicht so "visusfixiert" bin, wahrscheinlich hat mich das vor noch schlechteren Werten bewahrt. Mh, möglich, vielleicht.
Jetzt schauen wir mal, ob sich mit den neuen Linsen das Ablagerungsproblem erledigt hat.

Euch allen ein schönes Wochenende !

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Re: Anpasserwechsel nach 30 Jahren

Beitragvon Heiko_do7 » 27. Mai 2017, 11:33

Orchidee hat geschrieben:
Heiko_do7 hat geschrieben:Die Fernsicht leidet nicht darunte

Echt nicht ? Irgendwie kann ich mir das nicht recht vorstellen, vor allem wenn man schon müde ist. Aber danke für das Erzählen Deiner Erfahrungen !

Heiko_do7 hat geschrieben:Auch Nachts Autofahren geht ohne störende Halos,

DAS wäre ein ganz wichtiger Punkt für mich, da ich im Winter nicht ohne Nachtfahrten auskomme. Gut zu wissen !

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Ich sag mal so: Die Fernsicht könnte man noch verbessern, dies ginge dann aber wohl auf Kosten der Nahsicht. Beim Sehtest habe ich immer ganz gute Prozente (120% ?), in der Praxis komme ich aber auch ganz gut damit klar, Verkehrsschilder und Schilder an Bahnhöfen oder in Geschäften erkenne ich ganz gut, sicher - das war vor zwanzig Jahren wohl noch besser, aber noch geht es und mit den Multifokallinsen ist dies zumindest nicht schlechter geworden, kann keinen Unterschied feststellen.

Nachtfahrten habe ich bisher nur ohne Regen gemacht und die sind ohne Probleme verlaufen. Keine störenden Halos oder keine übermäßige Blendung, auch bei entgegenkommenden Fahrzeugen. Wie es bei strömenden Regen und entgegenkommenden Lichter aussieht kann ich noch nicht sagen, das war vorher auch schon bescheiden und ich hoffe nicht das sich das verschlechtern hat, aber damit stehe ich wohl nicht alleine da.
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Re: Anpasserwechsel nach 30 Jahren

Beitragvon Orchidee » 27. Mai 2017, 11:46

Heiko_do7 hat geschrieben:Wie es bei strömenden Regen und entgegenkommenden Lichter aussieht kann ich noch nicht sagen,


Nachts bei strömenden Regen mit entgegenkommenden Lichtern sehen auch "normalsichtigen" Menschen schlecht :wink: da reicht Deine Sicht hundertprozentig.

Und wahrscheinlich ist auch Deine Fernsicht besser als bei vielen die ganz ohne Sehhilfe durchs Leben gehen - das ist zumindest mir immer ein Trost, wenn ich mal einen "schlechten" Kontaktlinsentag habe !
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Re: Anpasserwechsel nach 30 Jahren

Beitragvon racko » 27. Mai 2017, 17:04

Hallo Orchidee,

wegen der evtl. schlechteren Fernsicht mit multifokalen Linsen brauchst Du Dir (noch) keine Gedanken zu machen! Kommt sicher auf das Können und die Erfahrung des Anpassers an.

Vielleicht gibt es kleine Unterschiede ob die simultane, oder die alternierende Methode genommen wird. Kommt auf die betreffenden Augen an und wie der Anwender, mit welchem System, zurecht kommt etc.. Man kann es nicht vorhersagen. Es ist dann zuerst eine Gewöhnungssache - dann ist es aber insgesamt doch eine feine Sache!

Übereinstimmend ist nur, daß zum Lesen stets ein 'besseres' Licht angenehm ist.
Heiko hat schon alles angedeutet und hat schon Erfahrung gesammelt!

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Re: Anpasserwechsel nach 30 Jahren

Beitragvon Orchidee » 27. Mai 2017, 19:57

racko hat geschrieben:Es ist dann zuerst eine Gewöhnungssache - dann ist es aber insgesamt doch eine feine Sache!


Danke, dass Du mir Mut machst ! :)
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Re: Anpasserwechsel nach 30 Jahren

Beitragvon racko » 27. Mai 2017, 22:39

Orchidee hat geschrieben: die Angestellte war erstaunt, dass ich ohne Linsen im Auge und ohne Brille ins Geschäft kam. (Anmerkung: mein Lebensgefährte hat mich mit dem Auto in die Nähe geführt, die restlichen 150m bin ich alleine gegangen) Ich habe ihr erzählt, dass ich in meiner Siedlung problemlos ohne Sehhilfen spazieren gehe (was mich eigentlich selbst immer wieder erstaunt) und sie hat gemeint, es wäre gut, dass ich nicht so "visusfixiert" bin, wahrscheinlich hat mich das vor noch schlechteren Werten bewahrt.


Es ist manchmal schon witzig, wenn sich auch schwach Kurzsichtige mit ca. 1 - 2 Dioptrien als Blindschleichen oder Maulwürfe bezeichnen. Ist aber schon so, daß man Personen auf der anderen Straßenseite meist nicht spontan erkennt ...
Bei -8 Dioptrien kann man PKW von LKW unterscheiden, je nach Entfernung. :mrgreen:

Im Selbstversuch habe ich mal eine Teststrecke mit lichtdicht "verklebten" Augen draußen zurückgelegt und zuletzt wieder die eigene Haustüre gefunden. (Es war aber nachts um 2 Uhr, damit es niemand beobachtet - wäre ja sonst sehr peinlich!)

Also, der Mensch ist doch nicht so ganz hilflos - auch ohne Sehhilfen!

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