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Multifocale Linsen nach Lasik

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Multifocale Linsen nach Lasik

Beitragvon Jenna11 » 4. Jan 2016, 12:41

Hallo,

ich hatte vor 15 Jahren eine Lasik, denn meine Kurzsichtigekeit lag bei etwa 4 Dioptrien. Danach war 10 Jahre alles prima.

Leider kam dann langsam die Alterssichtigkeit, das ging aber mit einer Lesebrille, die zwar immer stärker wurde, was aber nicht das Problem war.

Nun hat sich in den letzten Jahren nach einer Erkrankung (keine Ahnung, ob es damit zusammenhängt) leider ein Auge auch in die Ferne ins Plus bewegt, das andere ins Minus, so dass ich jetzt bei ziemlich ungemütlichen Werten von

rechts + 1,5 mit Add 2,5
links -0,5 mit Add 2,5

angelangt bin. Mit der Gleitsichtbrille geht es, aber eigentlich wollte ich nie mehr Brille tragen...

Nun habe ich die Odysse der Kontaktlinsenanpassung gestartet.

Anpasser 1 meinte, mit einem Zylinder bekommen wir das nicht hin (?), er hat mir Monatslinsen gegeben, mit denen ich nur 70% Sehhstärke hatte und nachts Halos gesehen habe. Das war nichts.

Nun bin ich bei Anpasser 2, und hier werden mir gerade weiche Jahreslinsen angepasst, allerdings sehr teuer und maßgefertigt, da man hier meinte, die Wegwerflinsen können nicht passen, weil meine Hornhaut durch die Lasik abgeflacht ist.

Auch hier bin ich mir nicht so ganz sicher, ob das alles so stimmt. Dieser Anpasser hat nämlich scheinbar einen Vertrag mit einer Firma für individuelle Kontaktlinsen, und ich werde das Gefühl nicht los, dass gar nicht nach anderen Alternativen gesucht wird.

Deswegen meine Frage:
Hat jemand Erfahrungswerte, ob mulifocale Tageslinsen (oder notfalls auch Monatslinsen) nach einer Lasik noch möglich sind?

Ich bin nämlich gar nicht begeistert, teure Linsen zu haben, auf die ich aufpassen muss, wie ein Schießhund, zumal ich manchmal ganz schön schusselig sein kann.
Jenna11
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Re: Multifocale Linsen nach Lasik

Beitragvon koaner » 4. Jan 2016, 23:26

Jenna11 hat geschrieben:Nun bin ich bei Anpasser 2, und hier werden mir gerade weiche Jahreslinsen angepasst, allerdings sehr teuer und maßgefertigt, da man hier meinte, die Wegwerflinsen können nicht passen, weil meine Hornhaut durch die Lasik abgeflacht ist.

Klingt plausibel, aber mangels fundierter Fachkenntnisse kann ich das nicht überprüfen.
Aber aufs Jahr gesehen sind Dreimonats- bis Jahreslinsen nicht teurer als Monatslinsen. Außerdem ist es bei individuell gefertigten Linsen auch möglich, ein besseres Design zu wählen. Damit sieht man also auch noch besser. Die Zonen werden besser an Deine Bedürfnisse angepasst und/oder genauer gefertigt.
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Re: Multifocale Linsen nach Lasik

Beitragvon Jenna11 » 6. Jan 2016, 11:06

Das ist schon richtig, allerdings wollte ich nie wieder Jahreslinsen, da ich schon einige Male eine davon verloren habe, was immer gleich ein großer finanzieller Verlust ist.

Außerdem sind die Jahreslinsen relativ dick, da habe ich auch so meine Probleme damit.

Deswegen bin ich eigentlich nur neugierig, ob es nicht doch eine Möglichkeit gibt, mit Tageslinsen oder Monatslinsen auch eine anständige Sehleistung zu erlangen.
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Re: Multifocale Linsen nach Lasik

Beitragvon Jenna11 » 14. Jan 2016, 09:30

Das Ganze hat sich erledigt, ich komme vom Anpassen der "individuellen Linsen" und sie Sicht war genauso schlecht, wie mit den Wegwerflinsen.
Nun soll ich Einstärken-Fernlinsen bekommen und dann eben mit einer Lesebrille arbeiten.
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Re: Multifocale Linsen nach Lasik

Beitragvon Jenna11 » 28. Jan 2016, 18:14

Update:
nun habe ich Kontaktlinsen für die Ferne, mit denen ich auch ganz hervorragend sehe, aber alles, was unter einem Meter entfernt ist, ist nicht mehr erkennbar.
Das ist natürlich keine Lösung für die Dauer, allerdings ist es tatsächlich ein Lösung für sportliche Aktivitäten.

Ich habe noch eine Verständnisfrage:

Warum ist es möglich, Fernlinsen so exakt anzupassen, aber multifocale Linsen nicht?
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Re: Multifocale Linsen nach Lasik

Beitragvon Stephan » 29. Jan 2016, 00:21

Hallo Jenna,

vielleicht lässt es sich so erklären: je stärker du kurzsichtig bist und für die Ferne korrigiert wirst, desto schlechter siehst du (bei bestehender Altersweitsichtigkeit) in die Nähe. Das kann man durch entsprechend geringere Werte für die Nahsicht ausgleichen. Nun liegen die Bereiche von Fern- und Nahsicht auf so einer winzigen Linse aber arg dicht nebeneinander, so dass das Auge (besser gesagt: einige Augen) einen Mittelwert aus Fern- und Nahsicht sehen.

Eine andere Erklärung: Deine Linsen arbeiten vermutlich nach dem simultanen System. Hier sind Nah- und Fernbereiche auf der Linse verteilt. Da siehst du gleichzeitig ein scharfes und ein unscharfes Bild. Beim Nahsehen scharf mit Nahteil, unscharf mit Fernteil. Beim Fernsehen scharf mit Fernteil, unscharf mit Nahteil. Das menschilche Gehirn ist von kleinauf daran gewöhnt, möglichst ein scharfes Bild zu sehen, so dass das unscharfe Bild ausgeblendet werden kann. Allerdings gelingt das nicht allen Menschen. Einige kommen damit nicht zurecht.

Möglicherweise wäre hier eine nicht multi-, sondern bifokale Lösung besser (das nennt man alternierendes System), wo man für die Nähe durch einen anderen Bereich der Linsen schaut, ähnlich wie bei der Gleitsichtbrille (oder bei denen früher, wo der Nahteil unten deutlich eingeschliffen war). Ob sich das allerdings mit deinen Augenschäden durch die Lasik verträgt, müsste der Anpasser klären.

Diese Erklärungen sind vielleicht nicht so fachmännisch, aber ich hoffe, dass sie für dich einigermaßen verständlich sind.
Eine Mitteilung an die Fachleute unter uns: Sollte ich hier groben Unsinn geschrieben haben, korrigiert mich bitte. Nobody is perfect. Und mein Name ist nicht Nobody. :wink:

Viele Grüße, Stephan
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Re: Multifocale Linsen nach Lasik

Beitragvon klabauter » 29. Jan 2016, 11:04

Stephan hat geschrieben:
Diese Erklärungen sind vielleicht nicht so fachmännisch, aber ich hoffe, dass sie für dich einigermaßen verständlich sind.
Eine Mitteilung an die Fachleute unter uns: Sollte ich hier groben Unsinn geschrieben haben, korrigiert mich bitte. Nobody is perfect. Und mein Name ist nicht Nobody. :wink:

Viele Grüße, Stephan


Alles gut. Du bist ja schon der Fachmann unter den Laien. 8)
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Re: Multifocale Linsen nach Lasik

Beitragvon Jenna11 » 29. Jan 2016, 15:57

@ Stephan,

ja, das macht Sinn.
Aus den Anpassern ist immer nicht viel herauszubekommen, aber ich glaube, dass das System mit den "individuellen Linsen" ein bifocales System war, sie meinte immer, dass sich die Linsen noch richtig drehen müsen. Ganz sicher bin ich mir aber nicht.
Ich werde nochmal einen anderen Anpasser suchen, denn mitllerweile habe ich ergoogelt, dass es doch torische Linsen in multifocaler Ausführung gibt.
Einen Versuch ist es auf jeden Fall noch wert, ich möchte noch nicht aufgeben.

Vielleicht gibt es ja doch ein System, mit dem ich gut sehen kann.

Danke für die Hilfe!

Jenna
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Re: Multifocale Linsen nach Lasik

Beitragvon Stephan » 29. Jan 2016, 21:50

Hallo Jenna,

manch eine/einer kommt auch mit der "Monovision" zurecht. Da wird das führende Auge für die Ferne und das untergeordnete Auge für die Nähe korrigiert (z.B. mit Einstärkenlinsen). Für mich wäre das allerdings nichts, denn das habe ich mal mit Tageslinsen probiert. Davon bekomme ich auf Dauer Kopfschmerzen.

@klabauter: Vielen Dank für die Blumen!Bild

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Re: Multifocale Linsen nach Lasik

Beitragvon Jenna11 » 30. Jan 2016, 15:52

Hm, das werde ich mal probieren, das ist ja ziemlich einfach zu testen.
Danke für den Tipp!
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Re: Multifocale Linsen nach Lasik

Beitragvon Jenna11 » 9. Feb 2016, 19:33

So, habe es probiert mit der "Monovision" , aber das ist nicht so meins.
In die Nähe ist es echt gut, aber in die Ferne sehe ich nicht gut, und mir wird schwindelig.

Vielleicht muss ich das länger probieren, aber ich denke nicht, dass das was für mich ist.
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Re: Multifocale Linsen nach Lasik

Beitragvon Stephan » 9. Feb 2016, 21:57

Hallo Jenna,

ja, das kann ich verstehen. Ich bekomme ja Kopfweh davon, weil mich das irgendwie kirre macht. Die simultanen Linsen zum Glück nicht. Mit denen kam ich vom ersten Tag an prima zurecht.
Aber das hilft dir ja nicht weiter. Ich tippe mal auf ein alternierendes System. Vielleicht nicht multi- sondern nur bifokal. Aber das muss natürlich dein Anpasser klären. Und das wären mit Sicherheit keine "Wegwerf"-Linsen, sondern eher formstabile... Vielleicht solltest du dich doch mal darauf einlassen?

Viele Grüße, Stephan
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Re: Multifocale Linsen nach Lasik

Beitragvon Jenna11 » 9. Feb 2016, 22:09

Wird wohl so sein. Ich habe noch einen Satz multifocale Probekontaktlinsen bestellt, die möchte ich noch probieren, allerdings ohne große Hoffnung.

Dann werde ich wohl den Schritt zu formstabilen Linsen gehen müssen, ich hoffe, dass die inzwischen besser sind als vor 20 Jahren, denn da habe ich mich furchtbar geplagt, ohne dass ich jemals damit zurechtgekommen wäre.

Mal sehen...

@ Stephan:
Vielen Dank für deine fachkundigen Tipps, das ist wirklich klasse!
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Re: Multifocale Linsen nach Lasik

Beitragvon Stephan » 10. Feb 2016, 16:24

Jenna11 hat geschrieben:ich hoffe, dass die inzwischen besser sind als vor 20 Jahren

Hallo Jenna,

davon kannst du ausgehen. Oder man kann sie einfach genauer anpassen und damit sitzen sie besser. Viele von uns plagen sich nämlich kein bisschen damit. :lol:

Viele Grüße, Stephan
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Re: Multifocale Linsen nach Lasik

Beitragvon Jenna11 » 10. Feb 2016, 16:30

Haute habe ich meine selbstbestellten Probelinsen bekommen, ich habe einfach die Werte genommen, die mein letzter Anpasser gefunden hat und dann "Proclear Multifocal" und für das andere Auge "Proclear Multifocal toric" bestellt.
Das sin wohl die einzigen weichen multifocalen Linsen, die es auch für Hornhautverkrümmung gibt.
Ich muss sagen, nach drei Stunden fühlt sich das sehr gut an, viel besser, als mit den "maßgefertigten" Linsen.

Mit einem Autge sehe ich ein klitzekleines bisschen besser in die Ferne, dafür mit dem anderen in der Nähe.

Muss noch testen, aber meine Hoffnung steigt, dass das klappen könnte. :D
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