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Weiche Linsen über Jahre - oder doch besser formstabile?

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Re: Weiche Linsen über Jahre - oder doch besser formstabile?

Beitragvon chriss » 31. Jan 2017, 11:29

Die Trägerin hat ein typisches "trockenes Augen" Symptom (in bereits jungen Jahren seit vielen Jahren) beschrieben, welches sich mit harten Linsen in den meisten Fällen einfach nicht verträgt (die harten Linsen benötigen einen gesunden Tränenfilm und ein etwas "robustes" Auge).
Ein Anpassversuch mit harten Linsen sollte daher nicht mit der "Erwartungshaltung" verbunden sein, dass diese verträglicher sind.
Die "Eingewöhnungszeit" bei Hartlinsen betrifft überwiegend den harten Linsenrand (d.h. mit Bezug zur Bindehaut),
alle anderen Symptome sind stets im Tränenfilm oder gar in einer nicht optimal angepassten Linse suchen.
Ein höher gasdurchlässiges biokompatibles Silikonhydrogelmaterial individuell angepasst (und beim Optiker/Hersteller) bestellt mit z.B. hohem Wassergehalt
(und damit geringem Modulus) ist für das Tagestragen zu empfehlen, auch wenn es weltweit nur eine Handvoll dieser Linsen gibt.
Die üblichen Tauschsysteme am Markt sind
- nur in Standardwerten erhältlich
- vielfach etwas zu steif
- meistens nicht so biokompatibel
- nicht so benetzungsfähig
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Re: Weiche Linsen über Jahre - oder doch besser formstabile?

Beitragvon Orchidee » 1. Feb 2017, 10:15

chriss hat geschrieben:Die Trägerin hat ein typisches "trockenes Augen" Symptom (in bereits jungen Jahren seit vielen Jahren) beschrieben

Die Geschichte der Trägerin ähnelt denen von vielen Mitgliedern hier - von denen dann viele erfolgreich auf formstabile Linsen umgestiegen sind. Und ist es nicht so, dass auch die "beste" weiche Linse Flüssigkeit aufsaugt...?

chriss hat geschrieben:Die "Eingewöhnungszeit" bei Hartlinsen betrifft überwiegend den harten Linsenrand (d.h. mit Bezug zur Bindehaut),alle anderen Symptome sind stets im Tränenfilm oder gar in einer nicht optimal angepassten Linse suchen.

Das sehe ich nicht so - denn wie könnte es sonst sein, dass eine Linse nach ein paar Wochen tragen "plötzlich" keine Probleme mehr bereitet und "passt" ?

Egal welchen Weg ella beschreitet, ich wünsche ihr dabei viel Glück und Erfolg und bald eine beschwerdefreie, gute Sicht ! :)
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Re: Weiche Linsen über Jahre - oder doch besser formstabile?

Beitragvon ella » 7. Jun 2017, 12:27

Hallo zusammen,

da ich es selbst hasse, wenn man im Netz Foren durchsucht, denkt "Oh fein, das ja genau mein Problem, mal gucken, wie das bei dem Forenmitglied weiterging!" und dieses irgendwann einfach nix mehr sagt, hier mal ein Update:

Ich bin dann ja nach dem Anpasser, der mir einfach partout nicht sympathisch war, wieder zu meiner angestammten Anpasserin zurückgekehrt.

Diese experimentierte dann mit - ich meine es waren insgesamt drei - verschiedenen Linsenherstellern rum. Alles Weichlinsen, weil sie eben auch dasselbe sagte wie chriss: Bei mackigem Tränenfilm wird das eher nix (Wobei sie auch bereit war, es zu versuchen, wenn ich das denn möchte - Und genau das schätze ich so an ihr.)

Über diese Experimentierphase wurden die Augen immer ein klitzekleines bisschen besser. Was, wie ich vermute, eher daran lag, dass mein Hormonhaushalt sich langsam wieder einschaukelte als an den Linsen. Anfangs war das Befinden meiner Augen auch noch merklich vom Zyklus abhängig.

Am Ende - mit immer noch subobptimalem, aber gebessertem, Tragegefühl - waren wir bei einer Hydrogellinse und einer Silikonhydrogellinse angelangt, die sich im Tragekomfort nix nahmen. Sie tendierte dann zur Hydrogellinse, ich sprach: "Aber der Sauerstoff! :lol: ". Sie sagt zwar, und das glaube ich ihr - rational - sofort, dass weniger der reine DK/t-Wert, als das Zusammenspiel aus Material und Tränenfilm da entscheidend sei, aber mein Bauchgefühl is ruhiger, wenn ich weiß, die Dinger sind grundsätzlich für langes Tragen und hohe Durchlässigkeit ausgelegt. Auch, wenn ein weniger durchlässiges Material bei mir durchaus funktionieren mag, ich fühle mich schlicht wohler mit Silikonhydrogenmaterialen. Is n ziemlich unlogisches Hirngespinst, das ist mir klar. :wink:

Auf meine Frage, wieso sie denn die Hydrogellinse vorziehen würde, bekam ich zur Antwort, dass die eben schlicht günstiger bei vergleichbarer Passung und Verträglichkeit sei. Das wiederum war mir herzlich egal, wenn ich mich damit wohler fühle, ist mir das etwas mehr Geld durchaus wert.

Ich bekam also die Air Optix Aqua Night & Day mit einem Durchmesser von 13,8; also etwas kleiner als der meiner vorigen Pure Vision. Erst einmal zwei Dreierpacks zum nochmal drei Monate Testen.

Aktuell trage ich das letzte Paar dieser Packs, habe heute einen Kontrolltermin und was soll ich sagen: Es hat zwar insgesamt etwa fünf Monate gedauert, aber seit einigen Wochen benehmen sich meine Augen wieder wie gewohnt. Die üblichen Tragezeiten von ca. 11h an Arbeitstagen funktionieren problemlos, keine Rötungen, kein Brennen, Kratzen oder Fremdkörpergefühl. Wenns mal länger wird (was selten vorkommt, aber manchmal springt man ja doch direkt von Arbeit mit ner Kollegin ins Restaurant :wink: ), gehen auch 15-16 Stunden problemlos durch. Am Ende solcher Tage fühlen sich die Linsen auf dem Auge dann etwas steifer und trockener an, sind aber nicht schmerzhaft-unbequem.

Letztlich dürfte das wohl weniger an den Linsen als solchen, als eben an der Hormonumstellung gelegen haben. Mit der Pille experimentiere ich niemals wieder. Gibt sicher welche, die ich vertrage, aber wenn ein Versuch das Risiko von fünf Monaten Augenproblemen birgt - Och ne, lass mal. :lol: Ich für meinen Teil habe mich nun für hormonfreie Verhütung (Kupferkette) entschieden, die Hormone bleiben in der Apotheke und die Linsen auf den Augen.^^
Ich vermute, inzwischen würde ich genausogut auch wieder mit den Pure Vision zurechtkommen, aber... never change a running System. :wink:
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Re: Weiche Linsen über Jahre - oder doch besser formstabile?

Beitragvon Orchidee » 7. Jun 2017, 17:33

Hallo Ella, vielen Dank für Deine Rückmeldung und ich wünsche Dir weiterhin beschwerdefreies Tragen Deiner Linsen!
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