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Probleme im Nahbereich bei Multifocallinsen

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Probleme im Nahbereich bei Multifocallinsen

Beitragvon Erdhoernchen » 6. Dez 2016, 19:15

Ich trage inzwischen seit einigen Jahren Multifocallinsen von Sehenswert. Dahin soll sich die Biofinity Linse laut meinem Optiker verstecken, weil ich erst große Zweifel hatte, als die Biofinity auf Sehenswert umgestellt wurde. Angeblich ist es das gleiche Material und die gleiche Qualität. Viele Monate gab es mit der Umstellung keine Probleme. Da man ja älter wird, nimmt auch die Alterssichtigkeit zu - leider. Inzwischen habe ich große Probleme im Nahbereich. Eigentlich kann ich nur gut sehen, wenn ich sehr gute Lichtverhältnisse habe, was in der Realität jedoch sehr selten ist. Ich hatte meinen Optiker schon bei der vorletzten Kontrolle vor gut 1 Jahr darauf angesprochen, ob man die Dioptrienzahl im Nahbereich nicht ein wenig verändern kann. Die Linsen haben derzeit folgende Stärken L: - 4,25 Add. + 2,0, R: -3,75 Add. + 2,0. Ich habe im Internet gesehen, dass es die Linsen auf alle Fälle noch mit einer Add. +2,5 geben würde. Allerdings will der Optiker da nicht ran. Er will dann lieber in der Ferne weniger korrigieren, was ich nicht möchte, da ich schon jetzt abends beim Autofahren bei schlechter Witterung leichte Probleme mit der Fernsicht habe. Daher möchte ich da auf keinen Fall eine Reduzierung der Stärke in der Ferne. Außerdem kann es nicht sein, dass man in der Ferne schlechter sehen soll, weil es so im Nahbereich nicht klappt. Seinerzeit hatte ich eine Lesebrille (beidseitig + 1,0) für sehr schlechte Lichtverhältnisse zur Sicherheit fertigen lassen. Die sollte jedoch nur in Ausnahmefällen getragen werden. Inzwischen trage ich die Lesebrille ständig, was ich eigentlich nicht möchte. Wenn ich doch eine Brille tragen muss, weil ich viel Büroarbeit habe und ich jetzt im Winter auch beim Einkaufen ohne Lesebrille nicht klar komme, kann ich auch meine Gleitsichtbrille tragen und kann die Kosten für die Linsen sparen. Eigentlich liebe ich die Freiheit durch die Linsen und würde darauf nur ungern verzichten. Derzeit wird der Vorteil jedoch durch das sehr häufige Tragen der Lesebrille komplett aufgehoben. Außerdem habe ich das Gefühl, dass ich nach kurzer Tragezeit der Linsen immer sehr müde werde. Ich bin hier echt ratlos.

Kann mir jemand erklären, warum der Optiker den Leseanteil nicht verstärken will, sondern dafür die Stärke in der Ferne verändern möchte? Irgendwie erschließt sich mir das nicht wirklich. Hat noch jemand diese Probleme und wie wurden sie gelöst? Könnte mir ein Wechsel der Linsen evtl. helfen? Da will der Optiker aber auch nicht wirklich ran. Er ist der Meinung, dass die Biofinity die beste Wahl für mich sind.

LG
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Re: Probleme im Nahbereich bei Multifocallinsen

Beitragvon Stephan » 7. Dez 2016, 00:41

"Er ist der Meinung"...

Hallo Erdhoernchen,

erstens: Es geht nicht nur dir so, sondern wahrscheinlich fast allen Menschen. Mit zunehmender Altersweitsichtigkeit braucht es immer größere Lichtstärken, um Kleines gut sehen zu können. Ich kann mit meinen Linsen (auch Addition +2,0) zwar im Büroalltag ganz gut bestehen, aber am Frühstückstisch bei der üblichen schummrigen Beleuchtung die ganze Zeitung lesen geht einfach nicht. Wenn ich genügend Licht auffahre schon, aber bei gleißender Helligkeit mag ich nicht frühstücken. :wink:

Zweitens: Wenn dein Anpasser die Meinung vertritt, besser die Ferne zu beschneiden, dann würde ich eine zweite Meinung einholen. Es kann allerdings sein, dass die Fernsicht ohnehin leidet, je stärker die Addition für die Nähe ist. Probieren könnte man aber schon, ob eine höhere Addition etwas bringt. Bei weichen Linsen ist doch ein recht kurzfristiger Tausch möglich (und auch aus Kostensicht verträglich).

Viele Grüße, Stephan
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Re: Probleme im Nahbereich bei Multifocallinsen

Beitragvon Erdhoernchen » 7. Dez 2016, 14:44

Hallo Stephan,

vielen Dank für Deine Antwort. Es beruhigt mich, dass alle Menschen mehr Licht brauchen, wenn sie älter werden und lesen wollen. Allerdings nervt es gewaltig, wenn man ständig dadurch auffällt, dass man etwas nicht richtig lesen kann, obwohl es noch in einer akzeptablen Schriftgröße geschrieben wurde, zumal z. B. meine Freundin mit formstabilen Linsen und noch einige Jährchen älter, diese Probleme nicht hat, wo ich schon heftig strauchele. Bei ihr ist es auch so, dass sie im Dämmerlicht nicht mehr gut lesen kann. Wenn man aber eine normale Lampe anschaltet, kann sie wieder alles lesen. Wenn ich die Linsen von den Augen nehme, kann ich übrigens auch alles perfekt lesen. Daher vermute ich ja, dass es an den Linsen liegt. Auch mit meiner Gleitsichtbrille kann ich bei deutlich schlechterem Licht lesen.

Ich denke, ich werde mal einen Termin bei meinem Optiker machen, aber wahrscheinlich wird er mir wieder sagen, dass ich dann in der Ferne zurückstecken muss ...

LG
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Re: Probleme im Nahbereich bei Multifocallinsen

Beitragvon Stephan » 8. Dez 2016, 00:58

Hallo Erdhörnchen,

gibt es deine Linsen im Internet? Du kennst die Werte, die du hast, auch Durchmesser und Krümmung? Dann würde ich es auf eigene Kappe probieren. Zumindest, wenn dein Optiker sich quer stellt. Es geht hier ja nicht darum, irgendwelche anderen Linsen zu probieren, sondern die gleichen, die du hast - in anderer Stärke.

Viele Grüße, Stephan
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Re: Probleme im Nahbereich bei Multifocallinsen

Beitragvon Erdhoernchen » 8. Dez 2016, 11:17

Hallo Stephan,

der Optiker gehört zu einem Zusammenschluss von Optikern, die die Marke Sehenswert ins Leben gerufen haben. Angeblich sollen sich dahinter Biofinity Linsen verbergen, die ich früher auch von diesem Optiker hatte. Als vor einigen Jahren die Umstellung auf Sehenswert erfolgte, war ich davon gar nicht begeistert und wollte eigentlich die Original Biofinity Linsen behalten. Da sagte er mir zu, dass ich jederzeit auf Original Biofinity zurück gehen kann, wenn es mit der neuen Marke nicht klappt, obwohl es dieselben Linsen sind, nur die Verpackung ist anders. Längere Zeit hatte ich dabei auch keinen Unterschied bemerkt. In den letzten Monaten hatten ich jedoch das Gefühl, dass die Qualität der Linsen in etwa ab Mitte des Monats ein wenig nachlässt. Dazu hatte mir der Optiker dann geraten, dass ich zusätzlich zur Lösung Sehenswert, ein Peroxidsystem, was sich über den Washer neutralisiert, eine Proteintablette einwerfen soll, wenn ich Bedarf habe. Das habe ich probiert, jedoch bin ich nicht der Meinung, dass es eine Veränderung bringt. Ich hatte hier im Forum allerdings auch gelesen, dass es diese Probleme auch bei Original Biofinity Linsen zu geben scheint.

Die Werte der Linsen stehen ja auf jeder neuen Packung und daher könnte ich im Internet Biofinity Linsen kaufen. Da ich jedoch auch bei dem Optiker immer Kontrollen durchführen lasse, dürfte es recht kontraproduktiv sein, wenn ich einfach etwas anderes hinter seinem Rücken mache, da er es dann ja bei der Kontrolle bemerkt. Wahrscheinlich lehnt er dann die Kontrolluntersuchungen auch ab. Hier ist es recht schwer, einen anderen Optiker zu finden, wenn man nicht zu den berühmt berüchtigten Ketten gehen will. Ich wollte gerne eine neutrale Meinung hören, ob die Aussage des Optikers Hand und Fuß haben kann oder ob er nur mit Gewalt dieses Produkt verkaufen will. Da ich hier ein wenig hin- und hergerissen bin, hatte ich die Frage hier ins Forum gestellt. Wenn ich dann sicher weiß, dass er sich nur querstellt, weil er sein Produkt verkaufen und nicht für mich ein gutes Ergebnis erzielen will, stellt sich ja grundsätzlich die Frage, ob ich hier richtig aufgehoben bin oder mir gleich besser einen neuen Optiker suche.

LG
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Re: Probleme im Nahbereich bei Multifocallinsen

Beitragvon Stephan » 9. Dez 2016, 23:11

Hallo Erdhörnchen,

meine Vorstellung war: Du bestellst die Linsen, in der Stärke, in der du sie haben willst selbst (kleinste Menge zum Testen). Die testest du. Ob du besser auf die Nähe sehen kannst, merkst du schließlich selbst. Dazu braucht es keine Messgeräte. Natürlich solltest du mit diesen Linsen NICHT zu deinem Anpasser laufen. Wenn bei deinem Test eine Verbesserung der Sehleistung herauskommt, dann kannst du ja beim nächsten Kontrolltermin sagen, dass du mit deiner Sehleistung (mit den Linsen des Anpassers) nicht zufrieden bist und als Alternative die Linsen in anderer Stärke haben wolltest zum Ausprobieren. Das ist ja kein unerfüllbarer oder gar unpassender Kundenwunsch. Und der Kunde ist schließlich König! Wenn dein Anpasser nicht auf deinen Wunsch eingeht, kannst du immer noch einen Alternativ-Anpasser aufsuchen.

Viele Grüße, Stephan
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Re: Probleme im Nahbereich bei Multifocallinsen

Beitragvon Erdhoernchen » 12. Dez 2016, 10:08

Hallo Stephan,

ich habe dort jetzt erst einmal einen Termin für den 21.12. gemacht. Mal sehen, wie er auf meinen Wunsch reagiert oder ob er es wieder als normal abtut. Wenn ich da nicht weiterkomme, werde ich mir Linsen zum Testen aus dem Netz bestellen. Wenn es dann klappt, heißt es auch, dass ich mir einen neuen Anpasser suchen muss. Mein Anpasser ist leider bei Kundenwünschen wenig flexibel. Er hat seine Meinung und meint, dass diese als richtig zu akzeptieren ist, da er der Fachmann ist. Auf Kritik reagiert er leider immer ein wenig ungehalten.

Ich sehe es wie Du. Der Kunde ist König und wenn der Anpasser nicht will, dann halt nicht. Er hatte eine faire Chance.

Danke für Deine Antworten.

LG
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Re: Probleme im Nahbereich bei Multifocallinsen

Beitragvon Stephan » 14. Dez 2016, 00:57

Hallo Erdhörnchen,

dazu wäre noch zu sagen: Natürlich ist der Kunde König. Das heißt allerdings nicht, dass er alles so bekommt, wie er das will. Zumindest kritisch sollte er sein und bleiben und nicht einfach alles als gegeben hinnehmen. In deinem Fall besteht ja auch bei einem Selbstversuch keine körperliche Gefahr für dich. Entweder du siehst besser oder halt nicht. Schlimmstenfalls hast du einfach Geld in den Sand gesetzt. Aber mir wäre es die Sache auf jeden Fall wert.

Viele Grüße, Stephan
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Re: Probleme im Nahbereich bei Multifocallinsen

Beitragvon Erdhoernchen » 4. Jan 2017, 19:23

So, ich habe nun den Termin am 21.12. wahrgenommen. Der Optiker war der Meinung, dass die Sehleistung völlig ausreicht, manche Leute mit dieser Linsenart noch deutlich schlechter sehen und man im Winter mit Multifocallinsen einfach schlechter sieht. Das wäre nun mal so. Er sah keine Veranlassung an den Linsen etwas zu ändern. Sein Vorschlag war dann, ich könne ja für die Ferne weiterhin Linsen tragen und für die Nähe dann eine Lesebrille. Somit hätte ich dann ja noch teilweise den Vorteil von den Linsen.

Daher werde ich nun auf eigene Faust ausprobieren, ob es klappt, einfach 0,5 Diph. im Lesebereich mehr zu haben. Die Linsen habe ich mir schon im Internet bestellt und hoffe jeden Tag auf Lieferung. Ich bin sehr gespannt, ob ich damit ein besseres Ergebnis erzielen werde. Wenn dem so ist, werde ich mir wohl einen neuen Anpasser suchen müssen.

LG
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Re: Probleme im Nahbereich bei Multifocallinsen

Beitragvon Stephan » 4. Jan 2017, 21:26

Hallo Erdhörnchen,

die Antwort deines Anpassers finde ich eigentlich ziemlich daneben. Das ist nun mal NICHT so! Viel Erfolg beim Ausprobieren.

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